Barocktheater Lambach


Die Geschichte unseres Theaters

Unter Abt Amandus Schickmayr (1746—1794) wurde die bendiktinische Theatertradition neu belebt, er ließ 1770 aus persönlicher Leidenschaft („excessivus amator musicae“) das Stiftstheater „in neuen Stand setzen“.
Sein Mitbruder P. Maurus Lindemayr (1723—1783), bekannt als Begründer der oberösterreichischen Mundartdichtung, verfasste im Zuge seines reichen literarischen Gesamtwerks mehrere Opernlibretti. Die Musik dazu schrieb meist Joseph Langthaller (1722—1790), dessen familiäre Wurzeln u. a. nach Traunkirchen führten und der seine Ausbildung im Stift Kremsmünster genoss.

Im Lindemayr-Gedenkjahr 1983 wurde das barocke Theater vollkommen restauriert. Es ist das einzig erhaltene Klostertheater Österreichs.
2003 wurde es, auf Anregung von Herrn Günther Morgen, aus dem Dornröschenschlaf geholt und wird seitdem regelmäßig bespielt.

Im Jänner 2012 übernahm der Verein „Barocktheater Lambach“ die Führung des Theaters. Pro Jahr werden 3 bis 4 Produktionen durchgeführt.

Kontakte zur Familie Mozart

Ab 1768 waren auch Leopold und Wolfgang Amadeus Mozart mehrmals in Lambach zu Gast, denn Vater Leopold verband mit Abt Amandus eine langjährige Freundschaft. Er widmete ihm 15 Symphonien (fast alle verloren). Erhalten blieb die so genannte Neue Lambacher Symphonie (G-Dur, heute Stadtarchiv Augsburg). Auch Sohn Wolfgang wartete dem gastfreundlichen Abt mit einer Sinfonie aus seiner jugendlichen Feder auf (bekannt als Alte Lambacher Symphonie, KV 45a, komponiert 1766 in Den Haag, 1768 für die Lambacher Widmung umgearbeitet). Neben den Mozarts pflegte Johann Michael Haydn regen Kontakt zu Lambach; auch er widmete Abt Amandus einige Werke (u. a. die Missa St. Amandi), seine Frau trat im Stiftstheater als Sängerin auf.